TFP - Time for pictures

Was bedeutet TFP?
Früher hieß es "Time for prints", in der heutigen Zeit der Digitalfotografie "Time for pictures". Der Grundgedanke dabei ist, dass sich Model und Fotograf treffen, um gemeinsam Dinge auszuprobieren. Der Fotograf testet und übt z.B. neue Techniken, das Model übt z.B. Posen oder Mimik. Keiner muss den anderen bezahlen. Am Ende investieren beide nur Zeit und schauen sich die Ergebnisse an. TPF ist auch ein geeignetes Mittel, um eigene kreative Projekte umzusetzen, für die weder Model noch Fotograf einen Auftrag haben.

Wie handhabe ich TFP?
Für mich ist TFP eine sehr gute Möglichkeit, eigene, mitunter künstlerische Ideen umszusetzen und interessante Leute kennenzulernen. Aus Zeitgründen fotografiere ich nur selten auf TFP-Basis und auch nur, wenn mich das Thema überzeugt. Wenn ich ein TFP-Shooting mache, erhält das Model die entstandenen Bilder bzw. die bearbeiteten Favoriten als JPG auf CD/DVD zur nichtkommerziellen Nutzung. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, dürfen Model und ich die Bilder uneingeschränkt zur Eigenwerbung nutzen. Hierbei geht es oft darum, das eigene Portfolio auszubauen, neue Bilder zu veröffentlichen, mitunter auch zu Themen, bei denen momentan nur wenige aktuelle Referenzen vorhanden sind. Bei Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram etc. werden alle Beteiligten genannt und ggf. verlinkt.

Voraussetzungen bei TFP-Anfragen an mich
TFP muss sich für alle Beteiligten lohnen. Es bringt mir nichts, wenn ich nach einfachen Porträtbildern auf TFP-Basis gefragt werde. Davon habe ich Tausende und damit verdiene ich auch mein Geld. Grundsätzlich gilt:

Ich bin Berufsfotograf und wer meine Arbeit schätzt, bezahlt mich auch dafür.

Wenn ich TFP-Anfragen annehme oder selbst solche Shootings plane, dann nur wenn das Thema außergewöhnlich ist. Beispiele hierfür sind das Wolfshund-Shooting, das Steampunk-Shooting und die Studio-Experimente mit Papier, Gestrüpp und Pappkartons:
Wenn ich eigene Ideen habe, dann weiß ich meistens auch, mit wem ich diese umsetze. Wenn Ihr mich also nach einem TFP-Shooting fragt, dann bitte nur wenn Ihr auch eine Idee dazu habt. Wenn Ihr einige Bilder von Euch mitschickt, wäre das sehr hilfreich, damit ich weiß, wie Ihr überhaupt ausseht und vor der Kamera wirkt.
Ich halte es für sehr wichtig, dass Fotograf und Model gut zusammenarbeiten und im Idealfall beide leistungsmäßig in etwa ein vergleichbares Level haben, so dass später Qualität und Leistung des jeweils anderen in das eigene Portfolio passen. Genauso wie von mir vorausgesetzt wird, dass ich meine Arbeit beherrsche, intuitiv und kreativ mit Kamera, Licht und später mit Lightroom und Photoshop umgehe, gehe ich davon aus, dass das Model eine gewisse Posingsicherheit mitbringt und vielseitig in der Ausstrahlung ist. Mir kommt es dabei nicht darauf an, das Wesen des Models im Bild zu erfassen, sondern dass das Model in eine Rolle schlüpft. Dass es fröhlich, verträumt, sinnlich aber auch ernst, überheblich und aggressiv agieren kann, ähnlich wie ein Schauspieler. Ausnahmen gibt es immer. So hatte ich schon Mädels vor der Kamera, die vorher noch nie bei einem Fotoshooting mitgemacht hatten. Dafür brachten sie von Anfang an eine sehr interessante Ausstrahlung mit.
Ich arbeite fast täglich mit meinen Kameras und Bildbearbeitungs-Programmen. Das ist mein Beruf, den ich somit ständig übe, um meine Qualität immer weiter zu steigern. Deshalb mein Tipp an alle Hobbymodels: Ihr tragt ebenso einen wichtigen Teil zur Entstehung des Bildes bei. Deshalb übt Posen und Mimik!

Ist TFP tatsächlich kostenlos?
Nein. Zwar bezahlt weder der Fotograf das Model, noch das Model den Fotografen, aber beide haben ihre persönlichen Aufwendungen wie Fahrtkosten, Fotoausrüstung und Technik, Outfits, Make up. Manchmal sind auch Friseurinnen, Visagisten, und Assistenten mit dabei. Fitness zähle ich ebenso zu den Aufwendungen wie das jahrelange Üben und Sammeln von Erfahrungen. Locations müssen eventuell gebucht werden. Auch die Zeit für die Planung und Absprachen bevor es zum eigentlichen Shooting kommt, sollte man nicht unterschätzen. Deshalb müssen alle Beteiligten ein TFP-Shooting genauso ernst nehmen wie einen Auftrag.
In meinem Fall folgt nach dem Shooting noch die Bildbearbeitung, die oft mehrere Tage in Anspruch nimmt. Und Zeit ist bekanntlich Geld. Somit opfere ich meine Zeit, in der ich bezahlte Shootings abarbeiten könnte, für ein unbezahltes TFP-Projekt. Schon aus diesem Grund muss das Thema außergewöhnlich sein.

Erotik-Shootings auf TFP-Basis
Beispiele aus Erotik-Shootings darf ich verständlicherweise nur selten veröffentlichen. Das kann ich sehr gut nachvollziehen und respektiere es auch. Dafür werde ich vom Kunden bezahlt.
Tatsächlich bekomme ich aber auch oft TFP-Anfragen zu diesem Thema. Das ist prinzipiell interessant für mich, denn hierfür habe ich im Internet nur wenige aktuelle Beispiele meiner Arbeit. Dabei muss sich das Model nur absolut darüber im Klaren sein, dass die Bilder aus TFP-Shootings veröffentlicht werden können, z.B. auf meiner Website, Facebook, Instagram etc. Somit können die Bilder auch von allen gesehen werden, von Freunden, Verwandten, Chefs, Mitarbeitern und Kunden. Dieses Thema ist aber ein Sonderfall. Deshalb mache ich hier einen Kompromis, dass ich je nach Motiv nicht alle Bilder veröffentliche. Dennoch sollten mindestens 80% zur Veröffentlichung geeignet sein und freigegeben werden, gegebenenfalls mit Balken oder Ähnlichem als Zensur. Gesichter mache ich jedoch nie unkenntlich, denn oft sind es der Gesichtsausdruck und die Augen, die ein gutes Bild ausmachen.
Aktfotografie
Erotikfotografie
Erotikfotografie
Erotikfotografie
Bondage
In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass ich Bilder wieder von meinen Seiten löschen sollte, weil die Models private oder berufliche Probleme befürchteten. Das akzeptiere ich selbstverständlich und lösche die Bilder. Ich habe meine Leistungen erbracht, das Model hat alle Fotos erhalten und damit vielleicht auch den Partner glücklich gemacht. Es hat also seinen Nutzen. Durch die Löschung wird mir jedoch das Nutzungsrecht und somit dem Shooting die TFP-Grundlage entzogen. Es gilt dann als normaler Auftrag, für den ich bezahlt werden muss - ab 250 EUR - je nach Aufwand des Shootings und der Nachbearbeitung.

Alle diese Überlegungen solltet Ihr sorgfältig machen, bevor Ihr mich nach TFP oder Sonderpreisen fragt.
Gut zu wissen:
Fotografiert wird mit professionellen Vollformat-Kameras und ebenso hochwertigen Weitwinkel- und Teleobjektiven.

Kameras:
• Canon EOS 5D Mark II
• Canon EOS 5D Mark III
• Sony Alpha 7 II

Objektive:
• Walimex 2.8/14 mm (Weitwinkel)
• Canon 2.8/24-70 mm (Weitwinkel, normal)
• Canon 2.8/70-200 mm (Tele)
• Sony 2.8/90 mm (Macro, kleines Tele)

Licht:
• Elinchrom Quadra (Blitzsystem)
• Softboxen, Reflektor-Schirm

... perfekte Voraussetzungen, um später gestochen scharfe Bilder, Kalender und große Poster drucken zu können.
Kai Hüttner • Fotografie
Niemtscher Weg 9a
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* Die Ortsangabe "Großkoschen" ist wichtig, denn in Senftenberg (gleiche Postleitzahl) gibt es auch einen Niemtscher Weg 9a. Unbedingt "Großkoschen" verwenden!